Schlüsselwissen: Der Kreuzbartschlüssel

14.06.2017


Schlüsselwissen: Der Kreuzbartschlüssel

Im 19. Jahrhundert hatte er seine große Zeit. Heute wird der Kreuzbartschlüssel nur noch selten verwendet.

Ein runder Schlüsselschaft, ein kreuzförmiger Schlüsselbart und angeschweißte Schlüsselreide - diese Eigenschaften zeichnen einen Kreuzbartschlüssel aus. Verwendet wird das dazugehörige mechanische Schließsystem jedoch heute nicht mehr allzu häufig. Schlüsselprofis wie der Schlüsseldienst Bollacke aus Münster kennen sich trotzdem mit seinen Eigenheiten aus und können die Schlösser im Bedarfsfall öffnen.

Schlüssel im Wandel der Zeit

Seit Jahrtausenden nutzt die Menschheit Schlüssel, um bestimmte Dinge oder Räume mechanisch zu sichern. Dabei hat sich die Technik und Form der Schlüssel im Laufe der Zeit stetig verändert, die Schlüssel und Schließsysteme sind sicherer geworden. Heute gibt es diverse Schlüssel, Schlösser und Schließmechanismen, aus denen Wohnungs- und Hausbesitzer wählen können. Sie zeichnen sich durch unterschiedliche Eigenschaften und Sicherheitsstufen aus. Zu den am häufigsten verwendeten Schlüsseln gehören Bartschlüssel, auch gibt es doppelbärtige Durchsteckschlüssel und mittlerweile auch rein elektronisch arbeitende Schlüssel, sogenannte Smart Keys.

Der Kreuzbartschlüssel als mechanisches Schließsystem stellt dabei eine Weiterentwicklung des gängigen Bartschlüssels dar. Heute wird er vergleichsweise selten verwendet; in der Vergangenheit wurden die dazugehörigen Chubbschlösser jedoch sehr häufig benutzt. Besonders sicher waren sie jedoch nicht, da sie meist mit einfachen Dietrichen überwunden werden konnten. Der Kreuzbartschlüssel löst dieses Problem durch einen einzigartigen Schlüsselschaft, den kreuzförmigen Schlüsselbart und den angeschweißten Schlüsselkopf. In der Länge misst er zwischen 70 und 130 Milimetern. Seine Rippen, in die einzigartige Kerben eingefräst sind, passen sich in das jeweilige Schloss ein. Um das Chubbschloss sicherer zu machen, kann es in puncto Einbruchschutz nachgerüstet werden, etwa mit einer Kreuzbarteinbausicherung. Es ist auch möglich, das Chubbschloss durch ein neues Schloss mit Sicherung zu ersetzen.

Verschiedene Sicherheitsstufen für unterschiedlichen Bedarf

Wer sich dafür entscheidet, eine Kreuzbarteinbausicherung nachzurüsten, sollte bedenken, dass es diese Sicherungssysteme in verschiedenen Sicherheitsstufen gibt. Zudem ist es essentiell, dass die Sicherung an der Innenseite der Tür fixiert wird. Wird sie auf der äußeren Türseite verschraubt, könnte sie einfach abmontiert werden - und böte dann keine Sicherheit, was den Einbruchschutz angeht. Welche Sicherheitsstufe gewählt wird, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab.

Grundsätzlich stellt ein Kreuzbartschlüssel in Kombination mit einem Chubbschloss oder einem Buntbartschloss ein hochwertiges Sicherheitsschloss dar - für bestimmte Bereiche. Für Zimmertüren sind sie jedoch in der Regel zu teuer. Stattdessen werden die Schließsysteme, mit denen der Kreuzbartschlüssel verwendet wird, häufig zur Scharfstellung von Alarmanlagen verwendet. In Ländern wie Großbritannien und in Skandinavien werden Chubbschlösser häufiger für Haustüren verwendet als hierzulande, wo meist Zylinderschlösser bevorzugt werden. Außerdem können solche Schlösser in Schließfächern, Tresoren und für Gefängniszellen verwendet werden. Auch für Kellertüren sind sie gut geeignet.

Ein großer Nachteil der Chubbschlösser ist jedoch, dass Schließ- und Sperrmechanismus im selben Schloss verbaut sind. Das vergleichbare Buntbartschloss ist relativ einfach in seinem Aufbau und deshalb nicht die beste Wahl für Türen, die sicher verschlossen werden müssen. Es wird eher für Innentüren eingesetzt, weil der zugehörige Schlüssel nur aus einer einfachen Schließfläche besteht und somit leicht geöffnet werden kann.

Für einen guten Schlüsseldienst stellt keines der Schließsysteme ein größeres Problem dar. Der Schlüsseldienst Bollacke aus Münster kennt sich mit diversen Systemen aus und kann diese im Fall eines Schlüsselverlustes zuverlässig öffnen.