Alles zum Thema "Schlüssel nachmachen"

29.07.2016


Alles zum Thema "Schlüssel nachmachen"

Was Sie schon immer wissen wollten und sollten

Schlüssel sind praktisch – sie schützen unser Heim und unsere Wertsachen. Wer sich dann noch für einen Zweitschlüssel entscheidet, genießt zahlreiche Vorteile. Nicht nur, dass Sie im Notfall einen Ersatz haben. Es spart auch im Vergleich zu einem Schlüsseldienst Zeit. Geld und Nerven. Nicht zu Vergessen – das Gefühl der Sicherheit. Allerdings können Sie nicht jeden Schlüssel nachmachen lassen. Wir zeigen, welche Möglichkeiten Sie haben, welche Kosten anfallen und wen Sie informieren müssen.

Warum es sich lohnt?

Jeder war wahrscheinlich schon einmal in dieser Situation: Man möchte eigentlich nur den Müll wegbringen, die Post holen oder einfach nur seinen Nachbarn begrüßen. So kurz der Ausflug vor die Tür dann auch sein mag, es braucht meistens nur einen leichten Windstoß und die Tür fällt mit dem Schlüssel auf der Innenseite ins Schloss. In so einem Fall ist es dann erleichternd zu wissen, dass der besagte Nachbar einen Ersatzschlüssel hat. So sind Sie in kürzester Zeit wieder in Ihrem Gebäude.

Eine weitere Situation, in der ein Zweitschlüssel praktisch ist, ist wenn ein längerer Urlaub bevorsteht. Denn dann treten Fragen auf wie: Wer leert den Briefkasten oder wer gießt die Blumen? Ein Zweitschlüssel für Verwandte oder gute Freunde ist dann eine ideale Lösung. Sie haben Ihren Schlüssel immer bei sich und bei Ihrer Rückkehr parat.

Man kann aber auch in die Situation kommen, mehrere Schlüssel zu benötigen, wenn Sie Ihren Kindern für mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit eigene Schlüssel geben wollen oder eine weitere Person zu Ihrem Haushalt dazu kommt, sei es ein neuer Mitbewohner oder eine Haushaltshilfe.

Doch einer der wichtigsten Gründe ist vermutlich der Kostengrund. Wenn Sie sich rechtzeitig Ihre wichtigsten Schlüssel nachmachen lassen, können Sie sich immense und unvorhergesehene Kosten ersparen. Das Notöffnen der Haustür durch einen Schlüsseldienst kostet im Durchschnitt 120 Euro, je nach Stadt, Tageszeit und Art der Öffnung. Unseriöse Unternehmen verlangen bis zu 200 Euro. Ein Zweitschlüssel ist um einiges kostengünstiger.

Welche Kosten fallen an?

Da je nach Region und vor allem Art des Schlüssels, kann die Frage nach den möglichen Kosten nicht pauschal beantwortet werden. Bei einem Buntbartschlüssel wird man meist in einem gut sortierten Baumarkt fündig. Denn Buntbartschlüssel werden bereits „fertig“ ab Werk geliefert, da sie in ungefähr 70 genormten Varianten gegossen werden. Hier kann man bereits mit günstigen Preisen von unter zehn Euro rechnen.

Bei Zylinderschlüsseln mit Normal- oder Schließanlagenprofilen sowie bei Bohrmuldenschlüsseln ist ein Schlüsseldienst gefragt. Sie werden nicht schließfertig geliefert, liegen nur als Rohling vor und müssen vom Fachmann bearbeitet werden. In Abhängigkeit von der Qualität und Sicherheitsstufe der verbauten Schlösser und anzufertigenden Schlüssel liegt die Preisspanne ca. zwischen 15 bis über 100 Euro.

Was gilt es zu beachten?

Je nach dem, ob man Eigentümer oder Mieter ist, ergeben sich vor der Schlüsselanfertigung einige Fragen, die unter Umständen bei einem Schlüsseldienst geklärt werden müssen. Auch der eigentliche Fertigungsprozess hat einige Facetten. Man unterscheidet dabei, ob hierfür ein Schlüssel als Vorlage verfügbar, eine Sicherungskarte o.ä. vorhanden ist oder eine Schlüsselkopie nur anhand der Zylinderseriennummer gefertigt werden kann.

Ob und wie viele Aspekte man dabei beachten muss, hängt davon ab, wie es um die Besitzverhältnisse der Immobilie steht, für die weitere Schlüssel benötigt werden. Eigentümern steht es selbstverständlich frei, Schlüsselduplikate anfertigen zu lassen. Für Mieter trifft dies nur bedingt zu. Neue Mieter erhalten bei Einzug auf jeden Fall alle zu der Wohnung oder dem Haus gehörigen Schlüssel, den Haustürschlüssel in der Regel in zweifacher Ausführung. Zwar steht es dem Mieter zu, so viele Schlüssel zu bekommen, wie er benötigt, doch muss er die Kosten, die für weitere Exemplare anfallen, aus eigener Tasche finanzieren.

Sobald das Mietverhältnis endet und der Auszug bevorsteht, muss der Mieter alle Schlüssel – auch die zusätzlich auf seine Kosten hergestellten – dem Eigentümer aushändigen. Zum Abkauf der besagten Zusatzschlüssel ist der Vermieter nicht verpflichtet. Alternativ müssen die vom Mieter in Auftrag gegebenen Schlüssel vernichtet werden.